Thread count : à quoi sert vraiment le nombre de fils ?

Thread Count: Was sagt die Fadendichte wirklich aus?

Jun 03, 2026mathilde Cornil

Wenn Sie sich schon einmal ernsthaft mit Bettwäsche beschäftigt haben, sind Sie unweigerlich auf diese Zahl gestoßen: die Fadendichte, auch bekannt als Thread Count. 200, 400, 800, 1500… Je höher, desto besser – die Logik scheint offensichtlich. Doch es ist nicht so einfach, und zu verstehen, warum, kann Ihnen einige böse Überraschungen ersparen.

Was die Fadendichte wirklich misst

Die Fadendichte (TC) entspricht der Anzahl der Fäden, die in einem Quadratzoll Stoff verwebt sind; dabei werden sowohl die Kettfäden (längs) als auch die Schussfäden (quer) gezählt. Ein Stoff mit 400 TC enthält also 400 Fäden pro Quadratzoll Oberfläche. Theoretisch gilt: Je mehr Fäden, desto dichter, feiner und weicher ist der Stoff.

In der Praxis hat sich die Fadendichte jedoch zu einem der meistmanipulierten Marketingindikatoren in der Textilbranche entwickelt. Und hier erfahren Sie, warum.

Das Problem der Zwirnfäden

Um ihre Fadendichte künstlich aufzublähen, verwenden einige Hersteller Garne, die aus mehreren miteinander verzwirnten Fäden bestehen. Ein Garn aus zwei Fäden zählt dann als zwei bei der Berechnung, was es ermöglicht, eine Fadendichte von 1000 oder 1500 anzuzeigen, obwohl die Fasern von minderer Qualität sind. Das Ergebnis? Ein Stoff, der auf dem Papier beeindruckend aussieht, aber fusselt, ausfranst und schlecht altert.

Dieses Phänomen ist so weit verbreitet, dass Textilexperten der Meinung sind, dass eine angegebene Fadendichte über 600 TC keine Aussagekraft mehr hat, es sei denn, die Marke kann die Qualität ihrer Garne nachweisen.

Der Sweet Spot: zwischen 300 und 500 TC

Für hochwertige Langstapelbaumwolle, wie ägyptische Giza-Baumwolle, liegt der ideale Bereich zwischen 300 und 500 TC. In diesem Bereich ist der Stoff dicht, ohne erstickend zu wirken, weich, ohne zerbrechlich zu sein, und atmungsaktiv. Hier macht die Faserqualität wirklich den Unterschied, da sie nicht durch künstliche Webereffekte verschleiert wird.

Die 400 TC ist keine zufällige Zahl. Sie ist der Punkt, an dem sich die Dichte des Stoffes und die Länge der Fasern ausgleichen: eng genug für ein seidiges Gefühl, atmungsaktiv genug für Komfort zu jeder Jahreszeit.

Was neben der Fadendichte noch zu beachten ist

Die Fadendichte allein reicht nicht aus, um Bettwäsche zu beurteilen. Die Faserqualität (lange vs. kurze Fasern), die Garnart (einzeln oder gezwirnt) und die Webart (Perkal oder Satin) sind ebenso wichtig. Eine gut gewebte Bettwäsche aus ägyptischer Langstapelbaumwolle mit 400 TC wird fast immer eine Bettwäsche mit einer angegebenen 1000 TC aus schlechterer Faserqualität übertreffen.

Wenn Sie das nächste Mal eine beeindruckende Fadendichte sehen, stellen Sie nur eine Frage: Um welche Baumwolle handelt es sich? Die Antwort verrät Ihnen alles, was Sie wissen müssen.



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